Berlin setzt auf 2G

In Berlins Restaurants gelten seit Mitte November 2021 die 2G-Regeln. Foto: Ulrich Horb
In Berlins Restaurants gelten seit Mitte November 2021 die 2G-Regeln. Foto: Ulrich Horb

In Berlins Restaurants, Kinos, Theatern oder Museen werden vom 15. November an nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt haben. Tests alleine reichen nicht mehr aus. Hintergrund sind die auch in Berlin wieder dramatisch gestiegenen Corona-Fallzahlen. Auf entsprechende Regeln hat sich der Berliner Senat am 10. November 2021 verständigt. Bereits zum 13. November trat die neue Coronavirus-Testverordnung des Bundes in Kraft, die Bürgerinnen und Bürgern einmal in der Woche wieder Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest bietet.

Vorgeschrieben war die 2G-Regelung bislang nur in den Berliner Clubs. Dort wurde im Gegenzug auf Maskenpflicht und Abstandsregeln verzichtet. Berlins Gastwirte konnten entscheiden, ob sie ihre Innenräume unter 2G- oder 3G-Bedingungen öffnen. Diese Wahlmöglichkeit entfällt nun.

Am 12. November 2021 lag die Inzidenz in der Hauptstadt bei 279,2, schon einen Tag später überschritt sie die Marke von 300. Zugleich sank die Zahl freier Intensivbetten. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) rief dazu auf, soziale Kontakte freiwillig wieder einzuschränken. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warb inzwischen für die Einführung von 2G+. Dabei dürften künftig an Veranstaltungen nur Geimpfte und Genesene teilnehmen, die sich zusätzlich haben testen lassen.

Ein zusätzlicher Test ist nach der neuen Verordnung des Berliner Senats noch nicht erforderlich. Aber die 2G-Bedingungen gelten nun bei allen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, ausgenommen Schulen und Hochschulen, bei Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege (Friseurbetriebe, Kosmetikstudios etc.) und bei sexuellen Dienstleistungen, in geschlossenen Räumen im Bereich der Gastronomie,  in kulturellen Einrichtungen wie Kinos, Theatern, Museen, Galerien. 2G gilt auch beim Sportausübung in gedeckten Sportanlagen, Fitness- und Tanzstudios, allerdings dürfen Personen unter 18 Jahren eingelassen werden, wenn sie negativ getestet sind. Hier ist das Impfangebot noch nicht bei allen angekommen. Bei Veranstaltungen mit mehr als 2000 Anwesenden gilt in Berlin 2G  auch im Freien.

In den Berliner Restaurants wird der Impfstatus inzwischen beim Betreten stärker kontrolliert. Theater wie das Berliner Ensemble bieten nur noch personalisierte Tickets an, auch am Sitzplatz gilt dort die Maskenpflicht. Kino-Gäste ab 18 Jahren müssen seit dem 13.11.21 am Einlass einen digital verifizierbaren Impfnachweis (alternativ Nachweis über Genesenheit) und einen Ausweis mit Lichtbild vorlegen. Kinos und Theater bieten zudem den Check-In mit der Corona-Warn-App oder der Luca-App an.

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