Kudamm 56 an der Kantstraße

"Ku' Damm 59" im Theater des Westens. Foto: Ulrich Horb
„Ku‘ Damm 56“ im Theater des Westens. Foto: Ulrich Horb

Der Ku‘damm zieht an die Kantstraße. Dort, im Theater des Westens, läuft vom 28. November 2021 an das Musical  „Ku’Damm 56“. Es erzählt die Geschichte der Tanzschulbesitzerin Catherina Schöllack und ihrer drei Töchter, die sich im West-Berlin der fünfziger Jahre in einem Leben zwischen Tradition und Rock’n Roll zurechtfinden müssen. Als ZDF-Dreiteiler war „Ku’Damm 56“ 2016 so erfolgreich, dass zwei weitere Staffeln, „Ku’Damm 59“ und „Ku’Damm 63“, folgten.

Annette Hess, preisgekrönte Autorin der ZDF-Serie, hat aus dem TV-Ereignis nun ein Musical entwickelt, gemeinsam mit Peter Plate und Ulf Leo Sommer, die u.a. Songs für Rosenstolz, Max Raabe oder Sarah Connor schrieben. Regie führt Christoph Drewitz („Die fabelhafte Welt der Amélie“, „ Fack ju Göhte“).

Schauplatz ist die „Tanzschule Galant“.  Inhaberin Catherina Schöllack bereitet junge Menschen dort auf ein gesittetes Leben mit guten Manieren vor, ihre drei Töchter möchte sie möglichst gut versorgt an den Mann bringen. Aber so einfach ist das Leben in den fünfziger Jahren nicht mehr.

Zwar beugen sich die älteren Töchter Helga und Eva dem Diktat der Mutter und heiraten einen Staatsanwalt und einen Arzt, die jüngere Tochter Monika aber bricht aus Enge und Konventionen aus und trifft auf den Musiker Freddy, der sie in die Welt des Rock’n Roll führt. Aber auch die vorbildlichen Ehen von Helga und Eva erweisen sich nach und nach als trügerisch.

„Im Mikrokosmos der Tanzschule Galant am Kurfürstendamm wurde beispielhaft fürs ganz Land mit dem Mief antiquierter Lebensvorstellungen gebrochen“, so fasst es der Musical-Veranstalter Stage Entertainment zusammen. Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Verklemmtheit, antiquierte Moralvorstellungen, Emanzipation, Auflehnung gegen patriarchalische Strukturen, Aufbruchstimmung, der Ost-West-Konflikt – die vielschichtigen Motive der TV-Serie können im Musical nur angerissen werden. Einen Ausgleich dafür schafft die gefühlvolle und schwungvolle Musik .

Coronabedingt findet die Premiere von „Ku‘ Damm 56“ mit einem Jahr Verspätung statt. Coronaregeln gelten auch jetzt: Ein Besuch der Vorstellung ist nur mit einen aktuellen Impf- bzw. Genesenennachweis, einem offiziellen, negativen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) oder einem Schnelltest mit entsprechender Nachweisdokumentation der Teststelle (nicht älter als 24 Stunden) möglich. Private Selbsttests werden nicht anerkannt.

Tickets gibt es ab 48,90 Euro.

Mehr:  https://www.stage-entertainment.de/musicals-shows/kudamm-56-berlin

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