Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm. Foto: Ulrich Horb
Es ist das Haus, an dem 1893 Gerhard Hauptmanns Drama “ Die Weber“ Uraufführung hatte und 1928 Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“. 1954 zieht das von Bertolt Brecht und Helene Weigel gegründete Berliner Ensemble in das traditionsreiche Haus am Schiffbauerdamm. In den neunziger Jahren prägen Heiner Müller und Martin Wuttke das Haus, 1999 übernimmt Claus Peymann die Intendanz. Das Ensemble sieht sich der deutschen Aufklärung verpflichtet. es will politisches Theater ohne modischen Schnickschnack auf die Bühne bringen, große Geschichten und Dramen. Einzelne Inszenierungen erreichen bis zu 400 Aufführungen. Auf den meinungsfreudigen Peymann folgt im Juli 2017 Oliver Reese als Intendant.
Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm. Kasse Tel.: ++49 30 28408 155 • Mail: theaterkasse@berliner-ensemble.de
Vaganten, so wurden die umherziehenden Kirchenleute des Mittelalters genannt. Und in den ersten Jahren zieht auch die Anfang 1949 von Horst Behrend und Günter Rutenborn gegründete Theatertruppe „Die Vaganten“ durch das zerstörte Berlin der Nachkriegszeit, im Repertoire christliche Stücke. Organisiert werden aber auch Lesungen und Gesprächsrunden. Auftrittsorte sind nicht selten evangelische Gemeindehäuser.
In der Steglitzer Dreieinhalbzimmerwohnung von Horst Behrendt finden Proben statt, hier werden Theaterkostüme genäht, ja selbst Ballettunterricht wird gegeben. Vagantenbühne, Charlottenburg weiterlesen →
Das mit zahlreichen Theaterpreisen gewürdigte Ballhaus Naunynstraße liegt unweit der Oranienstraße im Bezirk Kreuzberg. „Postmigrantisches Theater“ hat Shermin Langhoff, von 2008 bis 2013 künstlerische Leitung des Ballhauses und derzeit Co-Intendantin des Gorki-Theaters, hier entwickelt. Heute liegt die künstlerische Leitung bei dem Tänzer und Kurator Wagner Carvalho und dem Dramaturgen Tunçay Kulaoğlu. Ballhaus Naunynstraße, Kreuzberg weiterlesen →
Mit dem UFA-Palast wurde im September 1919 ein Kino am Zoo eröffnet, das in den kommenden Jahren zahlreiche bedeutende Uraufführungen erlebte. Mit seinen zunächst 1740 Sitzplätzen (später 2165 Plätze) blieb es zehn Jahre lang das größte Filmtheater Deutschlands. Entstanden war es in den Ausstellungshallen am Zoo, in denen zunächst ein Theater eröffnet wurde. Aber schon zwischen 1913 und 1915 lief hier der Film „Quo vadis“
Im Krieg durch Bomben zerstört, wurde am 28. Mai 1957 an gleicher Stelle der neu erbaute Zoo-Palast mit dem Film „Zürcher Verlobung“ eingeweiht. Für den Westteil der Stadt war das Haus eine Verbindung zur großen, weiten Welt. Stars wie Sophia Loren, Jodie Foster oder Tom Hanks besuchten den Zoo-Palast, der von 1957 bis 1999 zentrales Wettbewerbskino der Berlinale war. Zoo Palast, City weiterlesen →
Das Passage Kino ist ein traditionsreiches Neuköllner Filmtheater in einem denkmalgeschützten Bau an der Karl-Marx-Straße 131 (12043 Berlin). Ende des 19. Jahrhunderts befanden sich hier u.a. die Hoffmann’schen Festsäle, es wurde gefeiert, getanzt und gekegelt. 1909 wurde im neu errichteten Gesellschaftshaus das Excelsior-Kino eröffnet, ab 1920 hieß die Verbindung zwischen Richardstraße und Bergstraße (heute Karl-Marx-Straße) „Passage“. 1968 schloss das Kino, im großen Saal verkaufte die Firma Sembach anschließend gebrauchte Möbel. 1989 entstanden mit dem Umbau durch die Yorck-Kinogruppe neben dem sich über zwei Etagen erstreckenden Kinosaal drei kleinere Säle. Erhalten blieb im Kino 1 trotz strikter Lärmschutzauflagen die Jugendstildecke. Karl-Marx-Straße 131, 12043 Berlin, Tel. 030 68237018
Es hat etwas Familiäres. Der Raum ist überschaubar, die Leinwand mit ihren 8 mal 5 Metern nicht ganz so groß wie in den Uraufführungshäusern. Es laufen ausgesuchte Filme zu familienfreundlichen Eintrittspreisen von 8,00 Euro (erm. 6,50 Euro). Mittwochs, wenn Kinotag ist, ist es noch günstiger (7 Euro, erm. 6,50, Stand Mai 2018) Bali, Zehlendorf weiterlesen →
Die Zukunft ist ungewiss. Im März 2020 musste das traditionsreiche „Colosseum“ wie alle anderen Berliner Kinos aufgrund der Corona-Pandemie den Betrieb einstellen, Ende Mai hat die „Kino Colosseum Betriebsgesellschaft mbH“ des Immobilienkaufmanns Sammy Brauner, eines Sohns des 2019 verstorbenen Filmproduzenten Artur Brauner, beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet. Der gut zweimonatige Einnahmeausfall war nicht mehr auszugleichen. Als vorläufiger Insolvenzverwalter bemüht sich der Rechtsanwalt Sebastian Laboga, Spezialist im Insolvenzrecht, um den Erhalt des Kinos, ein unter den Bedingungen der Corona-Krise eher schwieriges Unterfangen.
Im September 1924 wurde in einem umgebauten früheren Straßenbahnbetriebshof an der Schönhauser Allee ein Kinosaal mit 1000 Plätzen eröffnet. Architekt war Fritz Wilms, der vier Jahre zuvor schon am Antonplatz in Weißensee ein Wohnhaus mit Lichtspieltheater gebaut hatte. Er nutzte eine über 70 Meter lange ehemalige Halle für den Zuschauerraum. Im umgebauten Haus im Gleimviertel liefen nicht nur Filme, die von einem dreißigköpfigen Orchester begleitet wurden, es gab auch Varietevorstellungen. 1930 übernahm die UFA das Lichtspielhaus mit inzwischen 1400 Plätzen. Colosseum weiterlesen →
Die Nacht ist Entspannung für die einen und Arbeit für die anderen. Mehr als 400.000 Berlinerinnen und Berliner sorgen jede Nacht dafür, dass Zuschauer ihren Platz im Theater finden, Popcorn im Kino verkauft wird, das Bier im Restaurant oder der Cocktail in der Bar auf den Tisch kommt. Feuerwehr und Polizei sind rund um die Uhr im Einsatz, genauso die Zugführer und Busfahrer.
Einige zentral gelegene Supermärkte haben bis Mitternacht geöffnet. In Szenevierteln werden in den geschätzt tausend „Spätis“ Zigaretten, Süßigkeiten und Getränke verkauft, an den Wochenenden bis in die frühen Morgenstunden. Vor den Clubs in Mitte oder Friedrichshain bilden sich lange Schlangen. In den frühen Morgenstunden beginnen die Zeitungszusteller mit ihrer Arbeit: 400.000 Abonnementszeitungen müssen in die Briefkästen gesteckt werden. Die Logistikunternehmen liefern ihre Waren aus.
Die Nacht ist Unterhaltung. Auf den Straßen in Friedrichshain, Kreuzberg oder Prenzlauer Berg herrscht Gedränge. Unterschiedliche Sprachen begegnen sich auf dem Weg zum Konzert, zum Lokal oder zum nächsten Club. Gruppen Jugendlicher sind unterwegs, einige mit der Bierflasche in der Hand, andere mit der Flasche Club-Mate. In anderen Stadtteilen ist es still. Hinter den Fenstern flackert ab und zu noch das bläuliche Licht von Fernsehern. Niemand geht die Straßen entlang. In Mitte und Charlottenburg fahren Taxen vor den Theatern und Opernhäusern vor. Die Nacht ist unterschiedlich. Lange Nächte öffnen Kultur- oder Wissenschaftseinrichtungen für alle, mit Fahrservice zwischen den Häusern.. Der Botanische Garten lädt einmal im Jahr zur Langen Nacht mit Feuerwerk. Nicht alles kostet Geld: Auf nächtlichen Spaziergängen kann man sich vom Treiben mitreißen lassen oder sich an geheimnisvoll beleuchteten Orten erfreuen. Mit den Festivals „Berlin leuchtet“ und dem „Festival of Lights“ setzt Berlin jedes Jahr im Oktober noch einmal zusätzliche Lichtakzente.
Künftig werden Sie auf dieser Seite mehr und mehr Tipps, Informationen und Einblicke in die Berliner Nacht erhalten. Ein Angebot für Neuberlinerinnen und -berliner, für Touristen, aber auch für alle, die Lust haben, sich außerhalb ihres gewohnten Kiezes umzuschauen.
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