Zwiebelfisch

Zwiebelfisch, Savignyplatz. Foto: Ulrich Horb
Zwiebelfisch, Savignyplatz. Foto: Ulrich Horb

Mitte August 2017 feierte „Zwiebelfisch“-Wirt Hartmut Volmerhaus ein besonderes Jubiläum: Vor 35 Jahren hatte er das kultige Lokal am nördlichen Zipfel des Savignyplatzes übernommen, einen Treffpunkt von Künstlerinnen und Künstlern, geselligen Nachbarn und politisch engagierten Menschen. Eine lange Zeit, in denen viele andere Lokale  schlossen oder ihren einstigen Charakter verloren. Der „Zwiebelfisch“ bewahrte seinen Charme. Mit der Corona-Krise geriet auch der „Zwiebelfisch“ in schwieriges Fahrwasser.  Stammgäste versuchen nun mit Spenden zu helfen.

Zusätzlich zur Corona bedingten Schließung Mitte März hat ein Brand Ende März 2020 einen schweren Schaden verursacht.   Unbekannte hatten an der Hofseite Feuer gelegt, durch ein zerborstenes Küchenfenster drangen Flammen ins Innere des Lokals. Mit zwei Spendenkonten soll nun einerseits Geld zum Durchstehen der Corona-Krise gesammelt werden, andererseits Geld für den Wiederaufbau. (Spendenkonten siehe unten).

Nein, der Name „Zwiebelfisch“  ist kein Hinweis auf besondere Spezialitäten der Küche, obwohl auch Matjes mit Bratkartoffeln immer wieder auf der Schiefertafel  mit der Speisenübersicht erscheint – neben  Chili con Carne, Ratatouille oder Boulette mit Kartoffelsalat. Solide Küche eben.  Der Begriff „Zwiebelfisch“ bezeichnet im Buchdruck einen einzelnen Buchstaben inmitten eines Wortes, der durch eine andere Typographie oder Farbe herausfällt – so wie im Logo des Lokals.

Zwiebelfisch, Savignyplatz. Foto: Ulrich Horb
Zwiebelfisch, Savignyplatz. Foto: Ulrich Horb

An den Wänden erzählen Plakate von diversen Berliner Ausstellungen, Lesungen und Ereignissen vergangener  Jahre, unzählige Fotos  zeigen Berliner Künstlerinnen und Künstler. So ist der „Zwiebelfisch“ selbst ein Stück Berliner Kulturgeschichte geworden,  in dem man  gemütlich mit Freunden auf ein, zwei  oder auch mal drei Biere zusammentrifft.  Und in dem die Zeit stehen geblieben scheint.

Es war und ist Treffpunkt von Zeichnern, Literaten und Journalisten, von Neu- und Alt-68ern, von Studentinnen und Studenten, mit einem großen Stammpublikum, das Platz am langen Tresen  oder in der kleinen Nische mit den aktuellen Zeitungen nimmt und vielen  Berlin-Gästen, die hier einkehren.  In wärmeren Zeiten stehen auch vor dem Lokal Tische und Stühle, dennoch empfiehlt sich für größere Gruppen eine Tischreservierung.

Zwiebelfisch, Savignyplatz 7-8, 10623 Berlin, geöffnet täglich 12 bis 6 Uhr, Telefon: +49 30 3127363, Mail: zwiebelfisch@zwiebelfisch.de , Internet: www.zwiebelfisch.de

Die zwei Spendenkonten zur Unterstützung des Zwiebelfisch:

Stichwort Covid-19 (Stand vom 23.5.20: 8670€)
DE11 1009 0000 5252 6280 20
Das Geld von diesem Konto wird für die laufenden Kosten genutzt, vor allem für Lohnkosten und zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes.

Stichwort Brand (Stand vom 23.5.20: 20615,11€)
DE33 1009 0000 5252 6280 12
Das Geld von diesem Konto fliesst in den Lokalneubau.

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