Corona-Notbremse: Berlin dehnt den Lockdown aus

Weihnachtsbaum in Friedenau.
Weihnachtsbaum in Friedenau. Foto: Ulrich Horb

Die Corona-Pandemie wird mit weiteren Kontaktbeschränkungen bekämpft. Die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundesregierung haben am 13. Dezember einen deutschlandweiten Lockdown vom 16. Dezember 2020 zunächst bis zum 10. Januar 2021 beschlossen. Eine Verlängerung ist möglich. Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen bleiben damit in Berlin weiter geschlossen, schließen müssen nun aber auch Einzelhandelsgeschäfte mit Ausnahme von Geschäften des täglichen Bedarfs, etwa Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Getränkemärkte, Tierbedarf, aber auch Waschsalons. Friseursalons bleiben zu, Kitas bieten nur eine Notbetreuung, in den Schulen gibt es keinen Präsenzunterricht mehr. Die Berlinerinnen und Berliner sind angehalten, zu Hause zu bleiben, heißt es aus der Senatskanzlei. Und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller setzt auf Einsicht in die dramatische Entwicklung: „Wie viele Tote sind uns ein Restaurantbesuch oder ein Shopping-Erlebnis wert?“ Corona-Notbremse: Berlin dehnt den Lockdown aus weiterlesen

Ein bisschen live: Kulturangebote im Internet

Vorhang zu: Berlin im Lockdown. Foto: Ulrich Horb
Vorhang zu: Berlin im Lockdown. Foto: Ulrich Horb

Die Türen bleiben weiter geschlossen. Aus der erhofften Wiederöffnung im Dezember wird nichts:  Theater, Opern und Museen gehen in die Lockdown-Verlängerung. Berlins Kulturinstitutionen reagieren mit viel Fantasie auf die neue Lage. So sind aktuelle Ausstellungen oder Theaterstücke online zu sehen. Ein bisschen live: Kulturangebote im Internet weiterlesen

Stille Nacht – auch zu Weihnachten

Kinos im Lockdown: Xenon in Schöneberg. Foto: Ulrich Horb
Kinos im Lockdown: Xenon in Schöneberg. Foto: Ulrich Horb

Die im November vom Berliner Senat verfügte Schließung von Restaurants, Theatern, Opern und Kinos ist angesichts der anhaltend hohen Zahl an Corona-Infektionen zunächst bis in den Dezember verlängert worden. Begegnungen sollen auf ein Mindestmaß reduziert werden. Die traditionellen Berliner Weihnachtsmärkte sind abgesagt. Stille Nacht – auch zu Weihnachten weiterlesen

Berlin ohne Humor?

Wahre Schätze hat die „Cartoonlobby“, der bundesweite Verband der Zeichnerinnen und Zeichner, der Karikaturisten und Cartoonisten, in ihrem Archiv.  Rund 40 000 Originalzeichnungen gehören dazu, mehr als 10.000 Bücher und Zeitschriften, die sich dem Humor widmen. Prominente Künstlerinnen und Künstler haben ihr ihr Lebenswerk anvertraut. In Luckau hatte die Cartoonlobby mit der von ihr gegründeten Stiftung „Sammlung_Museum für Humor und Satire“ einen kleinen Ausstellungsraum, der auch für aktuelle Ausstellungen einzelner Zeichnerinnen und Zeichner oder für Themenausstellungen genutzt wurde. Nun droht das Aus. Berlin ohne Humor? weiterlesen

Berlins Nächte bleiben ruhig

Shakespeare-Denkmal gegenüber der Deutschen Oper. Foto: Ulrich Horb
Shakespeare-Denkmal gegenüber der geschlossenen  Deutschen Oper. Foto: Ulrich Horb

Es ist still geworden in den Straßen von Berlin. Mit dem coronabedingten November-Lockdown mussten Restaurants und Kneipen zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit schließen,  ausgenommen ist der Außer-Haus-Verkauf. Theateraufführungen und Opern sind abgesagt, Museen geschlossen. Nur einige Discounter haben noch bis 22 Uhr geöffnet. Während die Fenster der Wohnhäuser am Abend nun hell erleuchtet sind, sind kaum noch Passantinnen und Passanten auf den Straßen. Die Hotels sind ohne Gäste. Dennoch steigen auch nach vierzehn Tagen „Lockdown light“ die Infektionszahlen noch an, wenn auch langsamer. Gerichte bestätigten die Berliner Regelungen bislang. Fraglich ist, ob die Corona-Beschränkungen Ende November aufgehoben werden können. Die angestrebte 7-Tage-Inzidenz von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner scheint kaum erreichbar. Berlins Nächte bleiben ruhig weiterlesen

Bis Ende November leider geschlossen…

Vorhang zu in Berlin. Foto: Ulrich Horb
Vorhang zu in Berlin. Foto: Ulrich Horb

Vom 2. November an werden auch in Berlin neue Kontaktbeschränkungen wirksam, Freizeitangebote sind weitgehend untersagt. Berlins Restaurants, Bars und Kneipen dürfen keine Gäste empfangen, erlaubt ist nur der Außer-Haus-Verkauf.  Auch Theater, Opern und Kinos müssen wieder schließen. Nur noch maximal zehn Personen aus höchstens zwei Haushalten dürfen sich treffen. Mit solchen einschneidenden Maßnahmen, so die Verabredung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer am 28. Oktober, soll die zweite Corona-Welle gebrochen werden. Die Regelungen sind bundesweit einheitlich und befristet bis Ende November. Die Bundesländer haben dazu entsprechende Rechtsverordnungen erlassen. Bis Ende November leider geschlossen… weiterlesen

Berliner Senat hält an Sperrstunde fest

Ruhige Stadt: Der Senat hält an der Sperrstunde fest. Foto: Ulrich Horb
Ruhige Stadt: Der Senat hält an der Sperrstunde fest. Foto: Ulrich Horb

Unter dem Eindruck der deutlich gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen hat der Berliner Senat am 27. Oktober die Sperrstundenregelung  um zwei Wochen bis Mitte November verlängert. Bars und Restaurants müssen danach weiter zwischen 23 Uhr abends und 6 Uhr morgens schließen, der Verkauf und Ausschank von Alkohol ist in dieser Zeit ebenfalls untersagt. Rund 25 Berliner Wirte haben gegen die Regelung  erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Für sie gilt die Sperrstunde nun nicht, nur das Alkoholverbot blieb bestehen. Berliner Senat hält an Sperrstunde fest weiterlesen

Berlin schließt (nicht mehr ganz) um 23 Uhr

Hackescher Markt
Berlin führt eine Sperrstunde ein: Zwischen 23 Uhr und 6 Uhr bleiben Geschäfte und Restaurants geschlossen. Foto: Ulrich Horb

Update: Das Berliner Verwaltungsgericht hat am 16. Oktober im Rahmen eines Eilverfahrens die Berliner Sperrstunde für einige Lokale aufgehoben. In der Folge gab es noch einige weitere ähnliche Urteile. Das Ausschankverbot für Alkohol nach 23 Uhr allerdings bleibt bestehen. Der Antrag war von elf Gastronomen eingereicht worden, die die vom Senat angeordnete Schließung ab 23 Uhr für unverhältnismäßig halten. Mittlerweile haben mehr als 20 Bars und Restaurant den Wegfall der Sperrstunde erstritten. Zudem prüfen sie auch eine Klage gegen das Alkoholausschankverbot.  Der Senat will an der Sperrstunde festhalten und sie auf eine bessere rechtliche Grundlage stellen. Denn gleichzeitig erreichten die Infektionszahlen einen neuen Höchststand (siehe täglicher Lagebericht).

Mit einer Beschwerde gegen das Urteil hatte der Senat beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am Abend des 16. Oktober keinen Erfolg. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller wollte damit „Klarheit schaffen, dass auch die elf klagenden Gastronomen nicht nach 23 Uhr öffnen dürfen. “ Das Oberverwaltungsgericht folgte der Argumentation des Senats nicht, so dass die Lokale der elf Kläger vorerst nach 23 Uhr offen bleiben können. Ein Urteil in der Hauptsache muss noch erfolgen.

Nach einer Zunahme der Corona-Infektionen hatte der Berliner Senat die Vorsichtsmaßnahmen wieder verschärft. Vom Sonnabend, dem 10. Oktober 2020 (24 Uhr) an mussten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars zwischen 23 Uhr abends und 6 Uhr morgens geschlossen bleiben. Ausgenommen sind Tankstellen, allerdings nur für den Verkauf von Benzin oder notwendigem KfZ-Zubehör, sowie Apotheken. Alkohol darf in der nächtlichen Sperrzeit nicht verkauft werden. Die Regelung ist zunächst bis zum 31. Oktober 2020 befristet. Berlin schließt (nicht mehr ganz) um 23 Uhr weiterlesen

Festival of Lights 2020: Impressionen

Das Festival of Lights stand 2020 unter dem Motto „Together we shine – gemeinsam strahlen wir“. Über 100 Berliner Gebäude   wurden vom 11. bis 20. September illuminiert. Das zweite Lichtspektakel, das Light- Art- Festival „BERLIN leuchtet®“ findet vom 25.09.2020 bis 04.10.2020 statt.

Restaurant Portofino: Spanferkel auf der Pizza

Das "Portofino" wirbt damit, das älteste italienische Restaurant der Stadt zu sein. Foto: Ulrich Horb
Das „Portofino“ wirbt damit, das älteste italienische Restaurant der Stadt zu sein. Foto: Ulrich Horb

Viele italienische Restaurants in Berlin wirken so, als hätte es sie schon immer gegeben. Eins erhebt auf einem Aufsteller vor der Eingangstür den Anspruch, das älteste in der Stadt zu sein: das Restaurant Portofino in der Charlottenburger Kantstraße. Restaurant Portofino: Spanferkel auf der Pizza weiterlesen

Die Stadt, die nicht schläft