
„Die Berlinale ist nicht bloß ein kultureller Höhepunkt im Eventkalender; sie ist Ausdruck dieser Stadt selbst. Einer Stadt, die überströmt vor Geschichten und Geschichte. Und vor allem einer Stadt erfüllt von Menschen voller Leidenschaft und Neugier für Kunst, Kultur und Gemeinschaft.“ So schwärmt Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle von der Stadt und ihrem 76. Filmfest, das vom 12. bis 22. Februar ein breites Spektrum des Filmschaffens zeige, so Tuttle.
Aus über 8000 Einreichungen aus mehr als einhundert Ländern seien Filme ausgewählt worden, die sich „mit drängenden politischen, ökologischen, gesellschaftlichen und persönlichen Themen auseinandersetzen“, so die Berlinale-Intendantin. „Aber nicht nüchtern und abstrakt, sondern als Momentaufnahmen, die uns zum Lachen oder Weinen bringen oder durch eine gekonnte Inszenierung, eine beeindruckende Schauspielleistung oder ihre präzise Montage- und Tonkunst bewegen.“

Die diesjährigen Daten zum Wettbewerb: „22 Filme werden im Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren, darunter ein Debütfilm, ein Animationsfilm und eine dokumentarische Form. Produktionen aus 28 Ländern sind vertreten. 20 Filme werden als Weltpremiere gezeigt. Bei neun Filmen haben Frauen Regie oder Co-Regie geführt. 14 Filmemacher*innen haben in der Vergangenheit Werke bei der Berlinale präsentiert, sechs von ihnen bereits im Wettbewerb.“ Die Internationale Jury sichtet für ihre Entscheidungen die 22 Beiträge im Wettbewerb und vergibt den Goldenen und die Silbernen Bären. Den Vorsitz der Internationalen Jury übernimmt 2026 der deutsche Regisseur, Autor und Fotograf Wim Wenders.
Das Berlinale Special umfasst 20 Produktionen aus 19 Ländern, darunter fünf Dokumentarfilme, acht Spielfilme, ein Debütfilm und sechs Serien, einschließlich einer dokumentarischen Form. 12 Titel werden als Weltpremieren gezeigt. Der Perspectives-Wettbewerb umfasst 13 Spielfilmdebüts, ein 14. Film könnte zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Von den heute angekündigten Filmen sind elf Weltpremieren, eine internationale Premiere und eine europäische Premiere. 22 Produktionsländer sind vertreten. Bei sechs Filmen haben Frauen Regie geführt.
Das Panorama umfasst 37 Filme aus 36 Ländern (32 Weltpremieren), davon 25 Spielfilme und zwölf dokumentarische Formen (Panorama Dokumente). Sechs Filmemacher*innen feiern ihr Spielfilmdebüt, sechs ihr Dokumentarfilmdebüt. Regie und Co-Regie führen im Programm 13 Regisseurinnen. „Das kontrastreiche Programm dieses Jahres ist nicht nur visuell vielfältig, sondern besteht auch aus Filmen, die mit emotionaler Tiefe, Textur und einem starken Gefühl für Komposition unsere Wahrnehmung der Welt über den Kinosaal hinaus prägen können“, so Michael Stütz, Sektionsleiter Panorama. „Das Medium Film wird zum Vermittler der Grenzüberschreitung, des Geschichtenerzählens und zum Ausdruck von Verlangen und Selbstbestimmtheit.“
18 Lang- und 23 Kurzfilme umfasst die Auswahl der beiden Wettbewerbe Kplus (acht Langfilme und 13 Kurzfilme) und 14plus(zehn Langfilme und zehn Kurzfilme). Unter diesen 41. Filmen sind 30 Weltpremieren und zehn Langfilmdebüts aus insgesamt 34 (Co-)Produktionsländern. Eine dreiköpfige Internationale Jury entscheidet über die Preise für den besten Film. Die Kinder- und Jugendjury entscheidet über die Gläsernen Bären. „Das Generation-Programm lädt junges Publikum ein, zu sehen, zu reflektieren, zu weinen und zu lachen, zu streiten und miteinander ins Gespräch zu kommen“, so Sebastian Markt, Sektionsleiter Generation.
Das Berlinale Forum zeigt in diesem Jahr 40 Filmprogramme. Das Hauptprogramm umfasst 32 Filme, davon 31 Weltpremieren und 9 Debütfilme. 33 Länder aus sechs Kontinenten sind vertreten. Bei den Filmen führten 16 Frauen, 17 Männer, vier nicht-binäre Personen und ein Kollektiv ohne Angabe des Geschlechts die Regie. Zwei Filme entstanden in Co-Regie. Das Forum Special „Mit Wasser kochen, reinen Wein einschenken“ zeigt restaurierte ältere sowie aktuelle Filme in acht Programmen: sieben Langfilme und ein Programm aus fünf Kurzfilmen.
Die Berlinale Retrospektive 2026 feiert das Kino der 1990er!„Lostin the 90s“ entführt in eine Zeit des Aufbruchs, der Rebellion und der filmischen Experimente. Zwischen Mauerfall, politischem Chaos, MTV und digitalem Wandel entstanden in Ost und West freisinnige und neugierige Werke. 22 Filmprogramme, dazu Talks und Events im E-Werk. Erstmals kooperiert die Retrospektive zudem mit dem Goethe-Institut. Ab März 2026 können fünf Filme des Berlin-Schwerpunkts in den weltweit 150 Instituten vorgeführt werden.

Vom 16. bis 20. Februar rückt Berlinale Goes Kiez erneut Berliner Kiezkinos in den Fokus und zeigt ausgewählte Festivalfilme in fünf Programmkinos der Hauptstadt. Internationale Filmteams und das Publikum sind eingeladen, die Kinokultur von Berlin zu erleben. Die 2010 initiierte Sonderreihe rollt den kleinen Roten Teppich vor den ausgewählten Kiezkinos aus und besucht das Publikum in der eigenen Nachbarschaft. Mit dabei sind in diesem Jahr: das BALI Kino in Zehlendorf, das Yorck Kino in Kreuzberg, das Kino Casablanca in Adlershof, das SİNEMA TRANSTOPIA im Wedding sowie das Xenon Kino in Schöneberg. Die Kiezkinos sind vielfältig in ihrer Geschichte, Programmierung und Architektur. Dank ihrer Kinobetreiber*innen bleibt das filmkulturelle und gesellschaftspolitische Programmangebot das ganze Jahr hinweg lebendig. Die soziale Funktion der Kinos, als Orte von Gemeinschaft und Diskurs, wird durch die Sonderreihe im Besonderen gewürdigt.
(mit Pressematerial der Berlinale)
Tickets sind online und immer 3 Tage im Voraus jeweils ab 10:00 Uhr (also z.B. am Montag für den Donnerstag) zu erwerben und können – nach Verfügbarkeit – bis zum Beginn der Vorstellung gebucht werden. Tickets für Vorstellungen am Berlinale Publikumstag (22. Februar) und für die Uber Eats Music Hall sind schon ab Verkaufsbeginn am 9. Februar erhältlich.
Informationen zu Preisen, Programm und Spielstätten täglich ab 3. Februar von 09:00 bis 18:00 Uhr unter +49 30 259 20 259 oder per Mail an ticketoffice@berlinale.de
Internationale Filmfestspiele Berlin
Potsdamer Platz 11
10785 Berlin