Unterwegs

Berlin hat ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz. Dennoch stößt es manchmal an Grenzen. Kein Wunder, bei einem Zuzug von jährlich 40.000 bis 50.000 neuen Berlinerinnen und Berlinern. Und bei 10,6 Millionen Touristinnen und Touristen zum Beispiel  allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2016.

Bus A200, neben dem Bus 100 eine touristisch interessante Verbindung zwischen Zoologischem Garten, Potsdamer Platz, Unter den Linden und Alexanderplatz. Foto Horb
Bus A200, neben dem Bus 100 eine touristisch interessante Verbindung zwischen Zoologischem Garten, Potsdamer Platz, Unter den Linden und Alexanderplatz. Foto Horb

Dazu fallen immer wieder notwendige Instandsetzungen für die in die Jahre gekommenen Bahnstrecken an. Jedes Jahr führt das zum Teil zu mehrwöchigen Sperrungen auf U- und S-Bahnlinien, für die dann ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet wird.

Die S-Bahn hat mitunter Mühe, die notwendige Anzahl von funktionsfähigen Zügen aufs Gleis zu setzen. Dann wird es etwas enger in den Bussen und Bahnen. Aber bislang hat die Stadt auch alle Großereignisse gut bewältigt.

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Nächtliche Putzaktion auf dem S-Bahnhof. Foto: Horb

Werktags fährt die U-Bahn von etwa 4 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts auf allen Strecken, die S-Bahn bis etwa 1:30 Uhr nachts. Nachtbusse ersetzen danach die wichtigsten Linien.  Am Wochenende  fahren die Bahnen durchgängig die ganze Nacht, allerdings in etwas größeren Abständen.

Die Metro-Tram ist jeden Tag 24 Stunden im Einsatz, ab 0:30 Uhr aber nur noch im Halbstunden-Takt. Die BVG, das landeseigene Verkehrsunternehmen,  das U-Bahnen, Busse und Trams betreibt, bietet einen Liniennetzplan für das Nachtangebot an. Im Internet können bei Angabe von Startadresse und Ziel die besten Verbindungen ausfindig gemacht werden.

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U- und S-Bahn Friedrichstraße. Foto: Horb

Verkehrsknotenpunkt Friedrichstraße: Hier trifft die U-Bahnlinie U6, die Tegel im Norden der Stadt mit Alt-Mariendorf im Süden verbindet, auf die S-Bahn mit ihren Ost-West-Verbindungen und die Straßenbahn.

Für Berlin-BesucherInnen bieten die Verkehrsbetriebe eine „Welcome-Card“ an, die freie Fahrt in den beiden innerstädtischen Tarifzonen A und B bietet oder auch für alle drei Zonen A, B und C erhältlich ist (in der Tarifzone C liegt der Flughafen Schönefeld).  Die Karte kostet für 48 Stunden  19,90 Euro (AB) oder 21,90 (ABC) und für 72 Stunden 27,90 (AB) bzw. 29,90 (ABC).  Die Frist beginnt mit dem ersten Abstempeln in einem der kleinen Automaten an den Eingängen der Bahnhöfe oder in den Bussen und Trams. Die Berlin WelcomeCard Berlin ABC erlaubt die kostenlose Mitnahme von bis zu drei Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren.  Die  5 Tage-Karte (36,50 AB und 41,00 ABC) endet am 5. Tag um Mitternacht.  Die Welcome-Card ist mehr als ein Dauerfahrschein, sie bietet einen kleinen Stadtführer und Ermäßigungen  bei etlichen Sehenswürdigkeiten. Wer die Museuminsel bei freiem Eintritt besichtigen möchte, kann für 44,00 Euro eine spezielle Variante des 72-Stunden-Tickets erwerben. Wer etwas weniger Zusatzvergünstigungen braucht, ist mit der billigeren CityTourCards gut bedient. BVG-Ticketstellen gibt es u.a. auf dem Fughafen Tegel (täglich 7 – 22 Uhr), am Alexanderplatz und am Zoo.  Auskunft gibt das Call-Center der BVG unter 030 19 44 9.

Es gibt viele weitere Fahrschein-Varianten, u.a. eine Kleingruppenkarte für bis zu fünf Personen (ab 19,90 Euro), ein Tagesticket (ab 7,00 Euro, bzw. 4,70 Euro erm.), eine Vierfahrtenkarte AB für 9,00 Euro (erm. 5,60 Euro). Der Einzelfahrschein kostet 2,80 (AB) bzw. 3,40 (ABC), ermäßigt 1,70 (AB) und 2,50 (ABC). Eine Besonderheit stellt die Kurzstrecke dar: Zu ihr kann greifen, wer nur maximal drei Bahnstationen oder sechs Bushaltestellen weiter will. Der Preis: 1,70 Euro (1,30 Euro erm. ).
(Stand: Januar 2017)

In Berlin sind mehr als 7500 Taxis unterwegs, viele von ihnen fahren in der Nacht. Anzutreffen sind sie vor allem auf den Hauptstraßen der Innenstadt. Ein gelb leuchtendes Taxi-Schild zeigt an, dass sie frei sind.  An zentralen Orten gibt es Standplätze.  Bestellt werden können Wagen auch telefonisch über die verschiedenen Taxirufzentralen oder über die App mytaxi.

Funk Taxi Berlin: Tel. 26 10 26
TaxiFunk Berlin: Tel. 44 33 22
Würfelfunk: Tel. 21 01 01
Cityfunk: Tel. 21 02 02
Quality Taxi: Tel.26 30 00

 

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