Lange Nacht der Museen

Urban Nation Museum for Urban Contemporary Art. Foto: Ulrich Horb
Erstmals dabei: Das Urban Nation Museum for Urban Contemporary Art. Foto: Ulrich Horb

Um Mitternacht unterwegs im Museum – das ist eigentlich der Stoff für düstere Filme. In Berlin ist daraus mit der Langen Nacht der Museen ein zwar spannendes, aber auch lehrreiches und unterhaltsames Vergnügen geworden, eine ganz besondere Entdeckungstour. 80 öffentliche und private Einrichtungen beteiligen sich inzwischen daran, das ist fast die Hälfte der Berliner Museenlandschaft. Shuttlebusse verkehren auf festen Touren zwischen den Häusern. Bis zu sechzig Busse sind auf sieben Touren im Einsatz. Seit der ersten „Langen Nacht der Museen“ 1997 beteiligen sich immer mehr Einrichtungen und rund 150.000 Besucherinnen und Besucher kommen.

Archive und Sammlungen öffnen in dieser Nacht, es gibt spezielle Führungen, die einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Ein Programm listet 800 Veranstaltungen auf. Und die Vielfältigkeit der Berliner Museen zeigt sich. Die großen Ausstellungshäuser sind dabei, das Alte Museum mit seiner Antikensammlung, das Bode-Museum mit seinen Skulpturen vom frühen Mittelalter bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert oder das Neue Museum mit seinen ägyptischen Schätzen  und dem Museum für Vor- und Frühgeschichte. Es gibt ungewöhnliche Orte wie das Deutsche Currywurstmuseum, das Computerspielmuseum oder das Museum der Stille. Erstmals ist auch das neue Urban Nation Museum in der Bülowstraße mit dabei, das sich der Streetart verschrieben hat.  Und es gibt aufrüttelnde Orte wie das Antikriegsmuseum oder die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

Lange Nacht: Haltestelle für den Shuttle-Verkehr vor dem Museum für Kommunikation. Foto: Ulrich Horb
Lange Nacht: Haltestelle für den Shuttle-Verkehr vor dem Museum für Kommunikation. Der Shuttle-Verkehr der Linie 2 entfällt 2018. Foto: Ulrich Horb
Antikriegsmuseum im Wedding, Museumsgründer Tommy Spree. Foto: Ulrich Horb
Antikriegsmuseum im Wedding, Museumsgründer Tommy Spree. Foto: Ulrich Horb

2018 findet die 38. Lange Nacht der Museen am 25. August von 18 bis 2 Uhr statt. Die Tickets kosten 18 Euro (ermäßigt 12 Euro), berechtigen zum Eintritt und zur Nutzung der Busse. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Tickets sind in allen beteiligten Museen, in Verkaufsstellen und Automaten von BVG und S-Bahn, an Berlin Tourist Infos und in den Hekticket-Filialen am Alexanderplatz und am Bahnhof Zoo erhältlich. Online und an Automaten sind keine ermäßigten Tickets erhältlich.

Abendkasse am 25. August:  ab 12 Uhr am Infostand am Lustgarten vor dem Berliner Dom und am Infostand Potsdamer Platz zwischen S-Bahn-Eingang und Bahn Tower.  Hier gibt es Tickets, Programmhefte und Routenpläne.
 
Der Museumsdienst Berlin beantwortet alle Fragen rund um die Lange Nacht. Er ist am Freitag (24. August) von 9 bis 20 Uhr und am Tag der Langen Nacht (25. August) von 12 bis 24 Uhr erreichbar: Museumsdienst Berlin 030-247 49 888.

Mehr Informationen: www.lange-nacht-der-museen.de,

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